Bibiana Steinhaus nach Bundesliga-Debüt "erleichtert"

Paola Ditto
Settembre 13, 2017

► Ex-Schiri-Kollege Peter Gagelmann (49): "Klasse Start von Bibiana Steinhaus in der Bundesliga!".

Berlin. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus schreibt mit ihrem Debüt in der Bundesliga Geschichte. Gratuliere zum ersten Spiel in der Bundesliga. Demnach hat der DFB die 38-Jährige für die Sonntagspartie zwischen Hertha BSC und Werder Bremen eingeplant. Nach ihrer souveränen Spielleitung bekommt sie viel Lob und ist erleichtert. "Das war ein gewisser historischer Moment", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel. "Man darf nicht vergessen, sie stand schon unter Druck", führte Grindel aus und hatte nur Lob über: "So souverän die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist eine erstklassige Leistung". Vor dem 1:0 der Gastgeber ließ Steinhaus nach einem Foul an Herthas Vladimir Darida richtigerweise den Vorteil laufen, den Mathew Leckie (38.) zur Führung nutzte. Vor dem Spiel war Steinhaus gefragt worden, welche Schlagzeile sie nach ihrem Debüt lesen wolle.

Seit klar war, dass Bibiana Steinhaus in dieser Saison in der Bundesliga pfeifen soll, blickte Fußball-Deutschland mit Spannung auf das erste Spiel unter der Leitung einer Frau.

Mit ihrem Debüt in Berlin schloss sich für Steinhaus ein Kreis. "Ich habe schon vorher gesagt, dass es keine Rolle spielt, ob ein Mann oder eine Frau pfeift".

Werder-Trainer Alexander Nouri findet es übrigens super, dass Steinhaus die Partie leitet. "Ich war sehr zufrieden", sagte Hertha-Coach Pal Dardai. Kein großes Drama, Steinhaus sagte: "Wir sind aneinander vorbeigelaufen und haben uns dabei berührt". Dabei fühlte sich der Bosnier nach einem Zweikampf mit Robert Bauer im Werder-Strafraum zunächst noch benachteiligt, weil Steinhaus nicht auf Elfmeter entschieden hatte.

Besondere Würdigung erfuhr die Unparteiische von der Hertha, die zu ihren Ehren einen Video-Einspieler produziert hatte, der Steinhaus in eine Reihe mit "Berliner Größen" wie Marlene Dietrich und Angela Merkel stellte. "Es freut mich auch mit Blick auf die Gesamtsituation im DFB, wo Schiedsrichter dringend gesucht werden und ich mir auch ein bisschen erhoffe, dass manche junge Frau, die vielleicht selber Fußball gespielt und sich verletzt hat, auch mal daran denkt, Schiedsrichterin werden zu können". Aktionen, die Steinhaus fast peinlich sind: "Die Tatsache, dass ich die erste Schiedsrichterin bin, machte es vor allem für die Öffentlichkeit zu einer nicht normalen Partie".

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