In Deutschland werden noch immer die meisten Asylanträge gestellt

Cornelia Mascio
Marzo 20, 2018

BerlinDie Zahl der Asylbewerber in der Europäischen Union ist einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr um nahezu die Hälfte gesunken.

Hauptzielland der Asylbewerber bleibt Deutschland.

Das berichtet die Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen des EU-Statistikamts Eurostat. Auch in Deutschland waren es weniger - aber noch immer gehen hier die meisten Erstanträge ein. Im Jahr 2016 waren es noch 1.206 Millionen Menschen, die in einem der 28 EU-Staaten einen Asylantrag stellten. Das entspricht etwa 30 Prozent der Gesamtanträge in der EU. 2016 waren es noch 722.265 und somit knapp 60 Prozent der EU-weiten Erst-Anträge. Auf Platz zwei lag im Jahr 2017 demnach Italien mit 126.550 Anträgen, gefolgt von Frankreich (91.070) und Griechenland (57.020). Österreich rangiere mit 22.160 Anträgen auf Platz acht. Die wenigsten Gesuche entfielen auf die Slowakei (150), Estland (180) und Lettland (355). Ungarn registrierte rund 2.300 Erst-Anträge auf Asyl, Polen rund 3.000.

Die Daten von Eurostat geben allerdings nur Erstanträge wieder.

Luxemburg - Im Jahr 2017 haben rund halb so viele Menschen wie im Jahr zuvor in der EU Asyl beantragt. 2017 waren es noch knapp 650 000, die meisten davon in Deutschland.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind im Februar 11.000 Menschen hierzulande erstmals als Asylsuchende registriert worden. Rechnet man Zweit- und Folgeanträge hinzu, lag die Summe 2017 in der EU bei knapp 705.000, in Deutschland bei 222.560. EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos wollte am Mittwoch in Brüssel eine Bilanz der EU-Flüchtlingspolitik ziehen. Das waren knapp 1300 weniger als im Januar und rund 3300 weniger als im Februar 2017.

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